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Die Geräte der Serie "automation" unterscheiden sich im wesentlichen von denen der Serie "online/system" in folgenden Punkten:

  • Der PaintChecker automation ist deutlich kleiner und handlicher und läßt sich problemlos aus der Hand verwenden, darüber hinaus einfach an verschiedene Standorte transportieren. Die Laserklasse 3R erlaubt eine problemlose Einführung in Ihrem Unternehmen.
  • Die Geräte der "online/system"-Reihe ermöglichen wesentlich schnellere Messungen auch bei komplizierten Anwendungen, darüber hinaus sind sie entwickelt und optimiert für eine Anbindung an Automatisierungssysteme - eine Messung "aus der Hand" ist nicht ohne weiteres möglich.

Grundsätzlich ist also zunächst der Einsatz eines PaintChecker automation zu empfehlen, sofern nicht die zusätzlichen Eigenschaften des online/system benötigt werden. Letztere sind bei Online-Anwendungen mit hohem Automatisierungsgrad und Wiederholraten > 1 Hz sowie für Spezialanwendungen zu empfehlen.

Das zugrunde liegende Messverfahren erlaubt die Messung sehr vieler unterschiedlicher Lack-/Substratkombinationen sowohl im nassen / nicht eingebrannten als auch im trockenen / eingebrannten Zustand. Um den Einsatz für die Kunden möglichst einfach zu gestalten, gibt es sogenannte "Applikationen". Bereits die zum Lieferumfang gehörenden "Applikationen" unterstützen von Haus aus einen großen Bereich von Anwendungen. Dazu gehören insbesondere:

  • Nasslacke auf Metalloberflächen
  • Pulverlacke auf Metalloberflächen
  • Viele Pulverlacke auf Kunststoff- und Holzoberflächen
  • Gleitlacke auf extrudierten Gummimaterialien

Eine Vielzahl weiterer Anwendungsfälle ist möglich. Bitte fragen Sie uns!

Kann ich den PaintChecker automation auch inline verwenden?

Neben den für hochautomatisierte Messungen ausgelegten Geräten der "online"-Serie kann auch ein PaintChecker automation inline bzw. automatisiert verwendet werden, es sind jedoch Beschränkungen bezüglich der Geschwindigkeit des Messgutes sowie der Wiederholrate der Messungen zu beachten. Fragen Sie uns nach den Möglichkeiten und verfügbaren Varianten mit Industrieschnittstellen bspw. zur einfachen Steuerung durch eine vorhandene SPS!

Zum Betrieb des PaintChecker automation ist lediglich ein handelsüblicher PC mit einem Windows-Betriebssystem (XP/Vista/7 32/64-Bit) notwendig, der mittels Netzwerkschnittstelle mit dem Gerät verbunden wird. Der PaintChecker automation selbst wird in einem handlichen Koffer ausgeliefert, zum Lieferumfang gehören neben dem Messkopf und der Auswerteeinheit selbstverständlich alle benötigten Kabel, die Bedienungsanleitung sowie eine Software-CD. Die mitgelieferte Software erlaubt das Anlegen und Bearbeiten von Kalibrierungen, die Durchführung von Messungen sowie die Speicherung von Messreihen und den Export dieser Daten in Tabellenformate oder PDF-Reporte.

Für den Betrieb eines PaintChecker online/system ist der Anschluss externer Steuerungselemente notwendig (Integration in Kundenanlage). Bitte fragen Sie uns nach weiteren Informationen!

Viele Fragen sind hier in unserem Supportbereich aufgeführt und beantwortet, ebenso finden Sie auch weiteres Material zum Download. Natürlich stehen wir Ihnen auch gerne persönlich zur Verfügung, Kontaktdaten finden Sie unter Kontakt.

Wenn Sie bereits ein Produkt besitzen und registrierter Nutzer sind, können Sie auch unseren HelpDesk verwenden.

Um die Daten zu sichern genügt es, im Installationsordner des PaintCheckerAutomation Programmes den Unterordner db an eine andere Stelle zu kopieren. Dieser Ordner liegt im Allgemeinen unter

C:\\Programme\Optisense\PaintChecker Automation\db

Will man die gesicherten Daten wieder einspielen, kopiert man den Ordner einfach wieder an den ursprünglichen Ort zurück und bestätigt alle "Ersetzen von Ordnern bestätigen" Dialoge mit ja.

Natürlich gehen dadurch die in der Zwischenzeit aufgenommenen Daten verloren, so dass es sich empfiehlt, diese vorher ebenfalls zu sichern.

Um die Daten in Excel anzuzeigen müssen sie im csv-Format exportiert und anschließend in Excel importiert werden.

Fehlmessungen treten auf, wenn:

  • Der Messkopf nicht angeschlossen ist → Schließen Sie den Messkopf an

  • Der Sicherheitskreis ausgeschaltet ist → Schalten Sie den Sicherheitskreis frei

  • Der Messkopf den falschen Abstand zur Messfläche hat → Richten Sie den Messkopf auf die Messfläche und variieren Sie den Abstand so lange, bis sich die drei roten Leuchtflecken auf der Messfläche zu einem einzigen vereinen.

  • Die falsche Applikation ausgewählt wurde → Bitte wenden Sie sich an unseren Support.

Die beim Abspeichern von Messreihen automatisch erstellte PDF-Reports liegen im Unterverzeichnis Reports des Softwareinstallationsverzeichnisses.

Kurz gesagt:
Ein Laser-/Lichtstrahlstrahl erwärmt eine Lackschicht. Die Geschwindigkeit dieser Erwärmung (= Zeitkonstante) ist ein Maß für die Schichtdicke. Je größer die Lackschichtdicke ist, desto langsamer erfolgt die Erwärmung. Der Verlauf dieser Erwärmung wird mit einem schnellen, hochempfindlichen Infrarotsystem aufgezeichnet. Je nach Schichtdicke dauert diese "Temperaturstörung" nur wenige 10 Millisekunden.

Genaue Beschreibung:
Ein kurzer Laserstrahl/Lichtimpuls wird in der Lackoberfläche absorbiert und führt zu einer lokalen, kurzfristigen Erwärmung. Der so enstandene "Wärempuls" wandert in Richtung Substrat, welches idealerweise eine hohe abweichedne Wärmetransportgeschwindigkeit aufweist. An der Grenzfläche wird der Wärmepuls teilweise reflektiert und wandert zurück zur Oberfläche. Aus der Messung des zeitlichen Verlaufs dieser Erwärmung (und/oder auch Abkühlung) mit Hilfe eines schnellen, hochempfindlichen Infrarotsystems kann unter Kenntnis der Lack-Substrat-Kombination (siehe --> "Applikationen") die absolute Schichtdicke berechnet werden.

  • Die Messung ist zerstörungsfrei!
  • Die Messung ist berührungslos!
    Die Messung kann daher auch auf nassen, nicht eingebrannten Lacken oder Pulverlacken erfolgen!
  • Die Messung muss nicht zwingend rechtwinkelig zur Oberfläche erfolgen! Winkel von +/- 30° sind fast immer zulässig.
  • Die Schichtdicke wird über die Größe der Detektionsfläche von ca. 0.5 x 0.5 mm² gemittelt.
    Damit lassen sich gute Ergebnisse auch auf rauhen Untergründen erziehlen.
  • Die Messung ist sehr prozessstabil, da es sich um die Messung einer "makrophysikalischen" Größe handelt im Gegensatz zu einer sensitiven aber oft auch empfindlichen spektroskopischen Messung.
  • Das Messverfahren ist auf den verschiedensten Lack-Substrat-Kombination anwendbar, ohne das der Messkopf verändert werden muss. Allein durch die Auswahl der optimalen Laserleistung und Pulslänge durch die s.g. "Applikationen" kann zwischen sehr verschiedenen Anwendungsbereichen in Sekundenschnelle umgeschaltet werden.
  • Lack und Substrat haben die gleichen Wärmetransportgeschwindigkeiten:
    Dies ist immer dann der Fall wenn Dichte, Wärmekapazität und Wärmeleitfähigkeit (nahezu) identisch sind. Es erfolgt keine Refllektion des Wärempulses and der Grenzfläche zwischen Lack und Substrat.
  • Sehr dünner transparenter Lack auf Metall:
    Die serienmäßig von OptiSense verwendeten Laser arbeiten im nahinfraroten Bereich, der für transparente Lacke ebenfalls nahezu durchsichtig ist. Ab einer Schichtdicke von ca. 5 µm wird abhängig von der Pigmentierung des Lackes nur noch sehr wenig Laserenergie in Wärme umgesetzt. Die zeitliche Erwärmung kann dann nicht mehr genau genug nachgewiesen werden.
    Ein Großteil der Laserenergie wird ohne fotothermische Wirkung reflektiert.

Bei einer Messung auf organischen-Substraten muss beachtet werden, dass diese Substrate selbst einen fotothermischen Effekt haben. Folglich machen sich Materialschwankungen im Substrat als Verschiebung des Nullpunktes bemerkbar. Auf der anderen Seite kann aber in diesen Fällen ab Schichtdicke "0 µm" gemessen werden, wenn der Untergrundwert vorher entsprechend "genullt" worden ist.

Für jede Kalibrierung benötigt man zuerst eine s.g. Applikation, die alle Einstellungen für die zu messenden Lack-Substratkombination enthält. Nur damit ist das fotothermische Messgerät in der Lage die optimal auf den Anwendungsfall angepasste Messgerätekonfiguration anzunehmen. Diese Applikationen werden im OptiSense Labor einmalig erstellt und können dann auf den PaintChecker Messgeräten auch nachträglich installiert werden.

Möchte nun der Kunde eine Kalibrierung anlegen, so wählt er zuerst per Software aus einer Liste von verfügbaren Anwendungen die zugehörige Applikation aus. In den meisten Fällen erreicht das Messsystem danach schon die notwendige Absolutgenauigkeit. Mit Hilfe von eigenen, Referenzmessungen kann der Kunde dann das Gerät nachkalibrieren. Es können mehrere Kalibrierungen auf der Basis einer Applikation angelegt werden.

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